Ben Becker liest "Der ewige Brunnen"

in der St. Gertrudis Kirche

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle Foto 1 und 2: RN / Menne)

 

Pressestimmen:

"Fast zwei Stunden Dichtkunst mit Gänsehautgarantie - gleich in den beiden ersten Texten „Der Erlkönig“ und „Der Heideknabe“ hat Ben Becker sein Publikum darauf eingestimmt. [...]

Mit viel Pathos und noch mehr Timbre verlieh er dem Vater des sterbenden Kindes eine brechende Stimme, schnürte ihm die Kehle zu. Die rund 250 Zuhörer erschauerten. [...]
Becker zauberte mit Hilfe Heinrich Heines Worte die Flammenschrift aus „Belsazar“ an die Kirchenwand. Man wurde Zeuge, wie Emanuel Geibels „Goldgräber“ aus Gier dem gegenseitigen Mord zum Opfer fielen. Und wie die brennende „Schwalbe“ aus Theodor Fontanes „John Maynard“ in letzter Minute Buffalo erreicht. Gerettet alle. [...]
Ben Becker verzichtete zugunsten zweier Kinder- und Jugendprojekte auf seine Gage. Grund genug, sich für den faszinierenden Abend gleich doppelt zu bedanken." (Quelle: Ruhrnachrichten)
 

"Bescheiden, humorvoll und überaus sympathisch, von dieser Seite zeigte sich Becker jetzt bei einer Benefiz -Lesung in der Gertrudis-Kirche an der Münsterstraße. Der Anlass, der ihn in die Nordstadt führte, war so unterhaltsam wie ungewöhnlich: Gemeindereferent Christian Haase hatte Ben Becker im November bei einer Auszeit im Kloster Königsmünster kennengelernt. Nach anfänglicher Skepsis sei man sich schließlich bei ein Paar Bierchen nähergekommen, ein reger Gedankenaustausch habe sich entwickelt. "Er entspricht so gar nicht dem Bild, das die Medien transportieren", erzählt Haase. Er sei ein liebenswürdiger, sozial engagierte Mensch. Tief bewegt ist der Gemeindereferent, dass sich Becker noch an sein Versprechen erinnern konnte, mit dem er dem Freund Unterstützung bei zwei sozialen Projekten in der Nordstadt zusicherte. Becker, aktuell mit dem Lyrikband "Der Ewige Brunnen" auf Lesetour in der Region, nutzte den freien Tag, um Zwischenstopp in Dortmund einzulegen.

Was das große Publikum an diesem denkwürdigen Abend erlebte, waren neunzig kurzweilige Minuten. Ein komplett in schwarz gekleiderter Künstler, den obligatorischen Totenkopfring am Finger, betrat den in Kerzenlicht gehaltenen Altarbereich. Eine gespannte Atmosphäre, die Becker sogleich für sich nutzte: "Wer reitet so spät durch Nacht und Wind..." , lauteten seine ersten Worte, duster und furchteinflößend ins dunkle Kirchenschiff getragen.

[...] Beckers Stimme war allgegenwärtig und so intensiv, dass jenseits des kargen Tisches keine zusätzliche Inszenierung nötig war. Nur ab und zu begleitete ihn sein Freund Yoyo Röhm am Piano.

Das Publikum dankte es beiden mit tosendem Applaus und war sich einig:

Ben Becker ist immer wieder für eine Überraschung gut.

(Quelle: Westfälische Rundschau)